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Begrünte Dächer für den Kita-Neubau

Verwaltung stellt Visualisierung von DRK-Einrichtung Am Brande vor – Anliegerbedenken scheinen ausgeräumt

Der Streit um den Bau der Kindertagesstätte an der Straße Am Brande ist anscheinend beigelegt. Bei der Anwohnerversammlung am 15. Februar sind zahlreiche offene Punkte angesprochen worden, wie Osterholz-Scharmbecks Baudezernent Sven Uhrhan im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung erläuterte.

Vor allem die Verkehrs- und Parksituation in der schmalen Straße kam zur Sprache. Auch eine Visualisierung der neuen Kita wurde präsentiert.

„Die Anwohnerschaft zollte dem Entwurf sehr ernst zu nehmendes Lob“, betonte Uhrhan. Die bei dieser Gelegenheit vorgestellten Planungen hätten die „grundsätzliche Zustimmung“ der Anwohner gefunden.

Einrichtung für 45 Kinder

Danach besteht die Einrichtung für zukünftig 45 Kinder aus einem Gebäude, das sich optisch in vier Segmente mit sieben begrünten Pultdächern teilt. Das komme der oft angesprochenen Wasserproblematik entgegen, so Uhrhan, da Wasser auf den Dächern gebunden werde oder zumindest verzögert ablaufen könne. Einige Anwohner hatten in Fragestunden vor Ausschuss-Sitzungen immer wieder kritisiert, dass durch einen Kita-Neubau weiterer Boden versiegelt werde. Schon jetzt würde das Wasser nach starken Regenfällen schwer ablaufen und nur langsam versickern.

Auch die zukünftige Parkplatz-Situation in der schmalen Straße wurde von den Nachbarn angesprochen. Sie fürchten ein Verkehrs-Chaos, wenn Eltern ihre Kinder morgens zur Kita bringen oder sie mittags wieder abholen. Mitarbeiter von Fachbehörden und Gutachter hatten sich daraufhin den vorliegenden Entwurf angeschaut. Nun soll es 22 Parkplätze an zwei Orten geben, so die Idee. Auf dem Grundstück der Kita sollen sieben Stellplätze zur Verfügung stehen. In „unmittelbarer Nähe“, an der Westerbecker Straße, sollen 15 weitere entstehen, wie Uhrhan in der Sitzung erläuterte.

Damit Eltern nicht direkt an der Straße halten und den Durchgangsverkehr in der schmalen Straße behindern, soll an der Straße Am Brande außerdem ein absolutes Halteverbot eingerichtet werden. Es gilt für über eine Länge von 50 Metern.

Solange kein direkter Zugang von der neuen Parkplatz-Anlage möglich sei, müssten die Nutzer der Einrichtung auch einen kurzen Fußweg in Kauf nehmen, deutete der Stadtbau-Dezernent an. Bislang sei es nämlich noch nicht zu einer Übereinkunft mit den Besitzern des rückwertigen Grundstücks gekommen. Deshalb könne keine Erschließungsstraße für ein angrenzendes Feld gebaut werden. Das wiederum mache es unmöglich, dass eine direkte Wegeverbindung zwischen neuer Kita und dem Parkplatz an der Westerbecker Straße entsteht. Bis es soweit ist, müsse man mit der vorliegenden Variante vorlieb nehmen.

Auf Nachfrage von Martin Kock (SPD) sagte Uhrhan, dass die Stadtverwaltung mit der Erbengemeinschaft im Gespräch sei. Die Kontaktaufnahme sei aber nicht immer ganz einfach. Man sei in der Sache aber – wie bisher­ – am Ball. 

Uhrhan betonte die Absicht, dort Bestmögliches für Eltern und Kinder zu schaffen. Mit den Anwohnern sei man „auf einem guten Weg“. Jetzt gehe es um Details, stellt er in seinem Sachstandsbericht klar. Das Bauvorhaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), auch Träger der neuen Einrichtung, könnte im Herbst 2018 beginnen. Ende 2019 könnte das Projekt abgeschlossen sein, so die Hoffnung der Stadtverwaltung. Das Osterholzer DRK unterhält bislang elf Kinder-Einrichtungen in der Region.

6. März 2018 09:01 Uhr. Alter: 109 Tage