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Es darf aber nichts mehr schief gehen

Die Krippe in Hambergen-Ströhe könnte nach einigen Schwierigkeiten zu Ostern eingeweiht werden

Hambergen. Der Anbau am Kindergarten in Hambergen-Ströhe nimmt Formen an. Die Einweihung wurde neu terminiert. „Wir rechnen mit einer Fertigstellung zu Ostern“, sagt Holger Oberschelp, Planer der Samtgemeinde Hambergen. Vorsichtshalber fügt er hinzu: „Es darf aber nichts mehr schief gehen.“ Diese oder ähnliche Formulierungen waren von verschiedenen Beteiligten zu hören. Inzwischen sind alle mit Prognosen vorsichtig. Eigentlich sollte der Anbau schon im Frühjahr für Krippenkinder zur Verfügung stehen. Der musste aus verschiedenen, teilweise kuriosen Gründen immer wieder verschoben werden.

Zuletzt machten die Ausschreibungen Probleme. Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe scheinen voll zu sein. So kam laut Oberschelp auf die erste Ausschreibung der Elektroarbeiten nicht ein einziges Angebot. Diese Hürde scheint jetzt überwunden. Es geht weiter. Der anvisierte Termin Ende dieses Jahres verstreicht dennoch. So müssen Kinder, Eltern und das Personal sich weiter mit dem vorhandenen Raum begnügen. Der bisherige Bewegungsraum wurde für die Krippengruppe umfunktioniert. Dafür steht den Regelkindern der Bewegungsraum in der Grundschule zur Verfügung.

Richtfest lässt hoffen

Immerhin konnte vor einigen Tagen Richtfest gefeiert werden. Der Träger, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) freut sich über diesen Schritt. Der DRK-Geschäftsführer Patrick Grotheer lobte die bisherige Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und DRK: „Der Architekt Holger Oberschelp hat bisher alle baulichen Schwierigkeiten gemeistert, wir sind optimistisch, dass sich der Neubau harmonisch an das Bestandsgebäude angliedert."
Zehn Kinder unter drei Jahren hätten künftig in der neuen Krippe Platz. Eine Fußbodenheizung und dem Alter angepasste Sanitäranlagen machten den Kleinen den Start ins Leben einfacher. Ein neuer Differenzierungsraum vereinfache das Lernen. Dazu kommen ein Wickelraum und ein neues Büro. Um 164 Quadratmeter wird die Kindertagesstätte erweitert.

„Die Nachfrage nach Krippenplätzen ist den vergangenen Jahren stark gestiegen“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock unter dem Richtkranz. Diesem Betreuungsbedarf komme die Samtgemeinde mit der Erweiterung in Ströhe nach. Er sieht das als positives Signal an junge Familien.
Grotheer freut, dass der Einrichtung ein Grundstück der ehemaligen Grundschule zur Verfügung stehen wird. Somit hätten die Kinder dieselbe Spielfläche im Außenbereich wie vorher zur Verfügung.

Die Geschichte stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Nach einer negativen Prüfung, ob ein Teil der geschlossenen Grundschule genutzt werden kann, folgte ein sehr kurioser Verzögerungsgrund. Für den Anbau wird ein Stück vom Gehweg in Anspruch genommen. Ein Teil gehörte laut Grundbuch aber der Schulgemeinschaft Ströhe-Spreddig, ein weiterer Teil der Schulgemeinschaft Spreddig-Ströhe. Niemand weiß genau, was es mit diesen Gemeinschaften auf sich hat. Sie müssen vor langer Zeit mit dem Betrieb der gemeinsamen Schule zu tun gehabt haben – existieren aber nicht mehr. Inzwischen ist die Gemeinde Eigentümerin – doch die Klärung hat gedauert. Zu guter Letzt sprang auch noch ein Statiker ab.

11. Dezember 2017 14:20 Uhr. Alter: 123 Tage