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Ihlpohl bereitet sich auf 21 Kinder vor

Gemeinde schafft bis August Platz für neue Gruppe in DRK-Kindertagesstätte – Container kommt nach den Ferien

Ritterhude. Das Baugenehmigungsverfahren läuft. Das Verfahren zur Nutzungsänderung ebenfalls. Ritterhudes Bürgermeisterin Susanne Geils und ihre Stellvertreterin Ute Marquardt sind daher guter Dinge, dass bis zum Start des Kindergartenjahres alles für die neue Kindergartengruppe in der DRK-Kindertagesstätte Ihlpohl hergerichtet sein wird. Nach aktuellem Stand stehen damit keine Kinder mehr auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz. Alle können untergebracht werden. 

Mietvertrag für drei Jahre

Anfang April sah das ganz anders aus. Damals informierte die Verwaltung die Politik darüber, dass sie mehr Anmeldungen als Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren hätten. 20 an der Zahl. Auch hatte die zuständige Landesbehörde den Plänen der Gemeinde, im Kita-Gebäude in Stendorf Platz für eine weitere Gruppe zu schaffen, eine Absage erteilt hatte. Was blieb, war eine Container-Lösung an der Kindertagesstätte in Ihlpohl. Diese wird nun realisiert. Der dafür benötigte Container soll für drei Kindergarten-Jahre angemietet werden. Diesem Vorschlag stimmten die Politiker zu.

Inzwischen hätten sie mit dem Kuratorium der Kindertagesstätte zusammen gesessen, berichtet Susanne Geils auf Nachfrage der Redaktion. Alles sei besprochen. Sie fänden die Lösung sehr stimmig, berichtet Geils.

Auch der genaue Standort für den Container stehe fest: rechtsseitig direkt vor dem Kita-Gebäude. Die Kinder müssten nur zwei bis drei Meter von einem Gebäude zum anderen gehen, so Marquardt. Abgesehen von einer Garderobe wird der Container aus einem einzigen großen Bewegungsraum bestehen. Denn der bisherige Bewegungsraum im Gebäude wird in den nächsten Wochen für die neue Kindergartengruppe umgebaut. Ein Ersatz muss für ihn her. Daher der Container. Der Abstellraum für Turngeräte neben dem alten Bewegungsraum wird künftig ein  Rückzugsort sein. Abgesehen davon müssen Sanitäranlagen für die neue Gruppe geschaffen werden. All das wird in den nächsten Wochen geschehen.

Nur der Container selbst werde voraussichtlich erst nach den Ferien aufgestellt. Die zuständige Landesschulbehörde habe dazu ihr Okay gegeben. „Wir haben dann noch Sommer“, erklärt Geils. Die Kinder könnten das sehr große Außengelände zum Toben und Spielen nutzen. Der Bewegungsraum und damit der Container werde erst zum Winter gebraucht.

21 Kinder seien inzwischen für die Gruppe angemeldet, teilen Geils und Marquardt der Redaktion mit. Normalerweise werden 20 Kinder (plus zwei Nachrücker) von zwei Erzieherinnen in den Kindergartengruppen betreut. Allerdings dürften sie sich um bis zu 25 Kinder in einer solchen Gruppe kümmern. Zu Beginn des Kindergartenjahres würden sie mit 20 Kindern je Gruppe beginnen. Wenn es aber durch Zuzüge mehr Kinder würden, müssten sie die Gruppen langsam auffüllen. Dadurch könnte es sein, dass zum Ende des Kindergartenjahres 25 Kinder eine Gruppe bilden würden, erklärt Ute Marquardt. „Und wir haben täglich Anmeldungen.“ Ebenfalls mit Zustimmung der Politiker hat die Verwaltung daher auch das Gespräch mit der Johanniter-Unfallhilfe gesucht. Diese könnte der Gemeinde helfen, einen Kindergarten-Neubau zu realisieren und zu betreiben. „Die Gespräche sind schon sehr weit fortgeschritten“, berichtet Susanne Geils. Es seien gute Gespräche gewesen. „Nun suchen wir nach einem passenden Grundstück.“ Doch dort, wo die Betreuungsplätze in erster Linie gebraucht würden, in den Außenbezirken, stelle sich die Suche schwierig dar. Sowohl Geils auch Marquardt würden gern an der Devise „kurze Beine - kurze Wege“ festhalten. Also in der Nähe der Wohnorte der Kinder die Betreuungsplätze schaffen. Aber wenn sie dort kein Grundstück bekämen, müssten diese Wege doch länger werden. Egal, wo die Gemeinde eventuell fündig wird, bis August könnten sie keinen neuen Kindergarten bauen, so Geils. Der Container für Ihlpohl ist daher ganz bewusst für die Dauer von drei Kindergarten-Jahren – kurz: einer Kindergarten-Generation – angemietet worden. Das schafft der Gemeinde Zeit.

 

Text: Osterholzer Kreisblatt

22. Oktober 2017 20:09 Uhr. Alter: 30 Tage